Zuschauer und Theaterbühne

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Kultur und Sport


Theater und Freilichtbühnen
Tanz und Theater

Ballerina schnürt ihre Schuhe zu

© Peter Atkins/Fotolia

Die darstellenden Künste sind besonders stark im Regierungs­bezirk Münster vertreten. Im Bereich Theater reicht die Bandbreite von Laien­spielscharen über Freilicht­bühnen bis hin zu großen Theater­ensembles. Auch für Tanzinteressierte hat der Regierungsbezirk eine Menge zu bieten: Ballett­schulen, großen Tanz­kompanien im Bereich Standardtanz oder Hip Hop oder verschiedene Tanztheatern.

Es gibt im Regierungs­bezirk Münster folgende kommunale Theater mit eigenen Ensembles:

Die freien Theater sind:

Daneben gibt es kommunale Bespieltheater, die kein eigenes Ensemble finanzieren, sondern ihre Jahresprogramme durch Gastspiele bestreiten, wie zum Beispiel die Theater Marl oder in Beckum, oder private Theater wie das Konzerttheater in Coesfeld. Viele der Theater werden vom Land mit zum Teil hohen Beträgen regelmäßig gefördert.

Freie Theaterszene

Die freie Theaterszene ist recht unübersichtlich. Viele sehr kleine Ensembles tragen zur Vielfalt dieser Szene bei und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Theaterlandschaft in unserem Regierungsbezirk. Es gibt größere Ensembles wie das Theater Titanick in Münster/Leipzig (GbR), aber auch kleine Gruppen, die sich dem Kinder- und Jugendtheater oder dem Figurentheater widmen, partizipatives oder Recherche-Theater machen und vom Land bei besonderen Projekten oder durch eine Konzeptförderung unterstützt werden.

Kommunale Tanzkompanien

  • Ballett Gelsenkirchen (am MiR, Bridget Breiner)
  • Tanztheater am Stadttheater Münster (Hans Henning Paar)
Flyer Tanzland

© goldmarie design

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Freie Tanzszene

Die freie Tanzszene ist ähnlich wie die freie Theater­szene unübersichtlich. Von den klassischen Ballett­schulen reicht das Spektrum bis zu Tanz­abteilungen der Sport­vereine. Das Tanztheater wird vom Land besonders gefördert – zuletzt mit einem Projekt „Tanz!Land!“ der Regionalen Kultur­politik (RKP), das versucht, die Tanzszene des Münsterlandes zu vernetzen, um von hier aus das Tanz­theater besonders zu fördern.

Für Münsters Tanzszene ist das Theater im Pumpen­haus besonders wichtig, da hier regelmäßig auch außerordentliche Inszenierungen und Choreografien internationaler Tanz­kompanien zu sehen sind. Seit 2016 ist hier die ehemals Kölner Kompanie „bodytalk“ zu Hause und nutzt das Pumpenhaus als Produktions­stätte. Das Theater im Pumpenhaus wird vom Land als Mittelzentrum des Tanzes in der Zeit von 2016 bis 2019 besonders gefördert.

Festivals

Das bekannteste Festival im Regierungs­bezirk Münster sind die Ruhrfestspiele, die eine große Tradition haben: Auf Hamsterfahrt nach Kohle für die Heizung ihres Theaters im Katastrophenwinter 1946/47 wurde das Thalia-Theater in Recklinghausen von Kumpeln der Zeche König Ludwig derart freundlich beliefert, dass die Hamburger Theater sich danach auf ihre Weise bedanken: mit Aufführungen. Die Ruhrfest­spiele sind eine Institution des Ruhr­gebiets und haben sich nach zum Teil schwierigeren Zeiten außerordentlich gut entwickelt. Das Land unterstützt dieses wichtige Festival seit 1949 jährlich mit einem hohen Betrag.

Daneben gibt es Theater­festivals, die durch die Regionale Kulturpolitik (RKP) gefördert werden, wie 2016 das Festival „Heimspiel“, das im Münsterland von freien Ensembles an Orten der Regionale 2016 durchgeführt wurde, oder das Kinder- und Jugendtheaterfestival „Spielzeit“ das mehrere Jahre im Münsterland durchgeführt wurde.

Das Festival „Westwind“ wurde 2016 unter anderem vom Consol-Theater Gelsenkirchen ausgerichtet. Dieses Theatertreffen NRW veranstaltet jährlich einen Wettbewerb für junge Theaterensembles und vergibt an Nachwuchskünstler Festivalstipendien.

Freilichtbühnen

Es gibt im Regierungsbezirk Münster fünf Freilichtbühnen, die vom LWL mit Investitionsmitteln und vom Land mit einem Projektzuschuss gefördert werden. Es sind die Freilichtbühnen in Coesfeld, Billerbeck, Greven-Reckenfeld, Oelde-Stromberg und Tecklenburg. Die Bedeutung der Freilichtbühnen für das Laientheater, die Nachwuchsförderung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist enorm, das ehrenamtliche Engagement außerordentlich.

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