Menschen tanzen in Industriehalle

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Lernende sitzen in einer Gruppe

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Die Soziokulturellen Zentren sind in einigen Kommunen ein unverzicht­barer Bestand­teil der kulturellen und sozialen Arbeit geworden. In den Programmen werden Kultur­veranstaltungen aller Art angeboten, in den Räumen finden Proben­arbeit, Veranstaltungen, Sitzungen, Work­shops und Treffen aller Art statt. Auch werden technische Geräte für Auf­führungen zur Verfügung gestellt.

Die Bezirksregierung Münster fördert durch Projekt- und Konzeptförderung die soziokulturellen Zentren und ist zuständig für die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG). Über diese wird ein erheblicher Förderbetrag für die soziokulturelle Arbeit in Nordrhein-Westfalen bewilligt.

Soziokulturelle Zentren

Es gibt im Regierungsbezirk Münster sechs soziokulturelle Zentren:

  • Altstadtschmiede Recklinghausen
  • Bunker in Marl
  • Cuba in Münster
  • Kreativhaus in Münster
  • Schuhfabrik in Ahlen
  • Stroetmanns Fabrik in Emsdetten

Das Land unterstützt die Zentren mit Projektmitteln, vor allem aber mit einer Konzeptförderung, die für die Zeit von 2015 bis 2018 an das Cuba in Münster und an Stroetmanns Fabrik in Emsdetten gehen. In den Jahren davor wurden auch andere Zentren, die jeweils ein Mehrjahreskonzept vorgelegt hatten.

Die LAG NW

Bunte Hausfassage

© Cuba Münster

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in Nordrhein-Westfalen hat ihren Sitz in Münster. Seit 1989 ist sie der erste Ansprechpartner und Zusammenschluss für/von aktuell 66 Soziokulturelle(n) Zentren in NRW in freier Trägerschaft. Das Land unterstützt die LAG durch einen institutionellen Zuschuss und durch Projekt- und Investitionsmittel, welche die LAG an die Antragsteller, meist aus den Soziokulturellen Zentren, weiterleitet. Als Kriterien werden genannt: Modellfunktion, Kristallisationsfunktion, Freiraumfunktion, Ressourcenfunktion, Starthilfefunktion, Vernetzungsfunktion, Sprachrohrfunktion. Dezentralität, Selbstverwaltung, Strukturausgleich, Bürgernähe sowie die Förderung regional und überregional bedeutsamer oder modellartiger Projekte sind weitere Kriterien.

Soziokulturelles Engagement

Die Zentren bilden damit für den gesellschaftlich-kulturellen Zusammenhalt in den Stadtgesellschaften einen Ankerpunkt und setzen sich vorbildlich für Minderheiten und Randgruppen ein. Zentral ist meist die Gastronomie. Ohne ehrenamtliche Arbeit (circa 60 Prozent der Aktiven) wären sehr viele Angebote nicht denkbar.

Der Ursprung der Zentren liegt häufig in den frühen 70er Jahren, als sich viele neue soziale und politische Bewegungen gründeten und Industriebrachen, leergezogene Mietshäuser oder stillgelegte Bahnhöfe in Beschlag genommen wurden, um „progressive“ Vorstellungen von einer sozialeren Gesellschaft zu verwirklichen.

Die Trägerschaftsformen reichen heute von Vereinen über private GbR, Stiftungen bis zu kommunalen Eigenbetrieben. Einen besonderen Rückhalt bekommt die soziokulturelle Arbeit vom Fonds Soziokultur, aus dessen Mitteln befristet Projekte unterstützt werden, und von der Bundesvereinigung Soziokulureller Zentren e. V., dem Dachverband unter anderem für die Landesverbände.

Beispielprojekt: LAG NW

Die LAG NW hat für 2016 und 2017 Landesmittel für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt bekommen, für die ihre besondere Kompetenz in der Arbeit mit Flüchtlingen genutzt werden konnten. Die Mittel wurden zur Weiterleitung als Projekt-, Konzeptions-, Investitions- und Ausbildungsmittel und nach einer Auswahlsitzung zugewiesen. Hier zeigte sich die große Nähe der Soziokulturellen Zentren zu Brückenpersonen und Ehrenamtlichen, sodass eine rasche Umsetzung dieses Flüchtlingsprogramms gelingen konnte.

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Telefax: +49 (0)251 411-2525

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