Bezirksregierung
Münster

Flüsse und Bäche leiden zunehmend unter der anhaltenden Trockenheit

Flüsse und Bäche leiden zunehmend unter der anhaltenden Trockenheit

Sparsamer Umgang mit Wasser ist Gebot der Stunde

Regierungsbezirk Münster. Die anhaltend hohen Temperaturen und ausbleibende Niederschläge wirken sich weiter auf die Gewässer im Regierungsbezirk Münster aus. Während sich die Grundwassersituation derzeit insgesamt immer noch vergleichsweise stabil darstellt, geraten insbesondere Flüsse und Bäche zunehmend unter Druck. Die Bezirksregierung Münster beobachtet die Entwicklung fortlaufend und stimmt notwendige Maßnahmen eng mit den Kreisen und kreisfreien Städten ab. 

13.08.2026

Regierungspräsident Andreas Bothe appelliert mit Blick auf die Lage auch hier in der Region an die Bevölkerung: „Wir alle sollten in diesen Tagen besonders sparsam mit der Ressource Wasser umgehen.“

Wasserstände in Flüssen und Bächen weiter gesunken

In den Fließgewässern im Regierungsbezirk Münster herrschen aktuell niedrige bis sehr niedrige Wasserstände, die aufgrund der hohen Temperaturen und ausgebliebener Niederschläge kontinuierlich gesunken sind. Weiterhin betroffen sind die Flüsse Ems, Bocholter Aa sowie auch Dinkel, Berkel und Issel. Aber auch an den kleineren Flüssen und Bächen sind die Wasserstände weiter gesunken. Besonders niedrig sind derzeit die Wasserstände an der Dinkel in Gronau und an der Münsterschen Aa.

Seit Anfang Juli sind Allgemeinverfügungen durch die Kreise Borken und Steinfurt, die Stadt Münster und die Bezirksregierung Münster erlassen worden, die Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern untersagen. Dies betrifft erlaubnisfreie Wasserentnahmen, aber zum Teil auch Entnahmen, für die es Erlaubnisse gibt. Außerdem gibt es im Regierungsbezirk zahlreiche erlaubte Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern, die ohnehin nicht mehr zulässig sind, wenn bestimmte Pegelstände unterschritten sind. Hier bittet die Bezirksregierung dringend um Beachtung der jeweiligen Regelungen. Wenn Unklarheiten über die Pegelstände bestehen, gibt die folgende Internetseite Auskunft: 

LANUV - Hydrologische Messdaten Online

Hohe Gewässertemperaturen belasten die Ökosysteme

Die Gewässertemperaturen werden durch das LANUK NRW überwacht und sind über LANUV - Hydrologische Messdaten Online einsehbar. Zu Beginn der Woche  (10.08.2026) waren die für Gewässer festgelegten Temperaturhöchstwerte noch an allen Messstellen im Regierungsbezirk unterschritten. Es ist zu erwarten, dass sich dies durch die angekündigten hohen Temperaturen ändern wird.

Steigende Wassertemperaturen belasten Tiere und Pflanzen in den Gewässern zusätzlich und können den Sauerstoffgehalt des Wassers verringern.

Grundwasser 

Auch wenn im Oberboden deutliche Dürreerscheinungen beobachtet werden können, befinden sich die Grundwasser-Stände verglichen mit langjährigen Mittelwerten noch auf einem insgesamt niedrigen bis mittleren Niveau. Damit liegen sie weiterhin über den außergewöhnlich niedrigen Werten der Trockenjahre 2018 bis 2020.

Weil die Trinkwasserversorgung im Regierungsbezirk Münster überwiegend aus dem Grundwasser erfolgt, ist die Versorgung mit Trinkwasser weiterhin gesichert. Gleichwohl bleibt der sparsame Umgang mit dem Wasser insgesamt das Gebot der Stunde.